EOE IM ALLTAG
Wie wirkt sich EoE auf das
Essverhalten aus?
Eosinophile Ösophagitis kann einen erheblichen Einfluss auf die Lebensqualität der Betroffenen haben und im Alltag zu Beeinträchtigungen führen, vor allem bei den Mahlzeiten.
Menschen mit einer EoE entwickeln daher häufig Strategien, um die Symptome zu lindern, die durch die Funktionsstörung der Speiseröhre entstehen. Dazu zählen unter anderem längeres Kauen, vermehrtes Nachtrinken oder das Meiden von bestimmten Nahrungsmitteln.
Aus Sorge, durch angepasstes Essverhalten oder akute Symptome aufzufallen, vermeiden manche Patientinnen oder Patienten mit einer EoE, in Gesellschaft zu essen.
Diese Strategien können die EoE-Symptome überdecken und so möglicherweise die Diagnosestellung verzögern. Ohne eine Behandlung kann es jedoch zu einem Fortschreiten und einer Verschlechterung der Erkrankung kommen. Daher ist eine ärztliche Behandlung der EoE angeraten.
Nachtrinken
Längeres
Kauen
Auswärts essen vermeiden
Mundgerechte
Stücke
Pillen und Tabletten
vermeiden
Verwendung von
Soßen, um Nahrung
zu „schmieren“
Schlafstörungen
Kontrollverlust
Depressionen
Angst
Die EoE ist nicht nur ein
Essensproblem
Die Auswirkungen der EoE im Alltag müssen sich aber nicht nur auf das Essen beschränken. Betroffene können sich eingeschränkt fühlen, auch wenn das Essen gerade keine Rolle spielt. Sie können zum Beispiel unter Schlafstörungen, einem Gefühl des Kontrollverlustes, Angstzuständen und Depressionen leiden.
Bei einer Erkrankung mit körperlichen Symptomen kann die psychische Gesundheit leicht übersehen werden. Es ist jedoch wichtig, dass sich Betroffene die Unterstützung holen, die sie brauchen. Es mag sich schwierig anfühlen, über diese Probleme zu sprechen. Das Gespräch mit der Ärztin oder dem Arzt kann aber der erste Schritt sein, um die nötige Hilfe zu bekommen.
Hast du deine EoE im Griff?
Dir bleiben Bissen öfters im Hals stecken und du hast Probleme beim Schlucken? Du bist deshalb übervorsichtig und verzichtest im Zweifel lieber – egal, wie lecker das Essen ist?
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Experteninterviews zu EoE: Erkrankung, Therapie, Ernährung
In dieser Videoreihe beleuchten wir gemeinsam mit ausgewiesenen Fachleuten aus der Medizin das weite Feld der EoE. Was versteht man etwa unter adaptivem Essverhalten? Warum sind Kontrolle und Therapie auch bei vermeintlicher Symptomfreiheit wichtig? Welche Möglichkeiten eröffnen sich mit einer passenden Therapie? Und was kann eine gute Zusammenarbeit zwischen Ärzten und Patienten bewirken?
Die fachlichen Einblicke aus den Interviews können dir einen Weg zeigen, um die EoE wirklich unter Kontrolle zu bringen – und so wieder Lebensqualität zurückzugewinnen
Adaptives Essverhalten und Therapieziele
Vielen EoE-Betroffenen sind ihre Vermeidungsstrategien und Ernährungsanpassungen kaum bewusst, sodass sie ihr Essverhalten als normal ansehen. PD Dr. med. Ulrike von Arnim ist leitende Oberärztin am Universitätsklinikum Magdeburg und forscht seit Jahren auf dem Gebiet der EoE. Sie erklärt, warum es selbst bei „gefühlter“ Beschwerdefreiheit wichtig ist, die Entzündung in der Speiseröhre zu therapieren – und Patienten wieder ein reguläres Essverhalten zu ermöglichen.
Ernährungsanpassung: Was gibt es zu beachten?
Als erfahrene Ernährungsmedizinerin geht Dr. med. Ariane Conrad, Oberärztin am Klinikum Aschaffenburg, auf häufige Fragen rund um EoE und Ernährung ein: Welche Unterschiede gibt es zwischen Nahrungsmittelallergien, -unverträglichkeiten und einer EoE? Welche Rolle können Diäten spielen? Vor allem: Ab wann ist ärztliche Unterstützung nötig?
Was sind adaptives Essverhalten und „unkontrollierte“ EoE?
Zwei häufige Fragen, zwei klare Antworten: Der Gastroenterologe Dr. med. Jens Funda vom MVZ Pirmasens erklärt die Begriffe adaptives Essverhalten und „unkontrollierte“ EoE. Denn selbst bei Symptomfreiheit besteht die Gefahr, dass die Entzündung voranschreitet und Vernarbungen und eine Verengung der Speiseröhre nach sich zieht.
Wie Patienten zu Experten ihrer Erkrankung werden
Zu den führenden Köpfen in Sachen EoE gehört Prof. Dr. med. Joachim Labenz, der eine Privatpraxis in Burbach führt. Durch den regelmäßigen Austausch mit Betroffenen weiß der Gastroenterologe, was diese beim Arztgespräch unbedingt erwähnen sollten, etwa die detaillierte Beschreibung des Essverhaltens. Der Experte betont außerdem, wie wichtig regelmäßige Kontrolluntersuchungen sind – und rät dazu, sich selbst schlau zu machen. Denn wer gut informiert ist, kann die Behandlung aktiv unterstützen.
Optimal aufs Arztgespräch vorbereiten
Insbesondere wenn ein Therapiewechsel im Raum steht, weil die konventionelle Behandlung nicht ausreicht, kommt es im Arztgespräch auf jedes Detail an. Daher rät Prof. Dr. med. Ahmed Madisch Patientinnen und Patienten dazu, ein Ernährungstagebuch zu führen. Außerdem zählt der Chefarzt des Zentrums für Innere Medizin und Gastroenterologie am DIAKOVERE Friederikenstift in Hannover weitere zentrale Fragen auf, die bei der Entscheidungsfindung helfen können.
Thema Nachkontrolle und Chancen der richtigen Therapie
Neben seiner Arbeit im gastroenterologischen MVZ am Bayerischen Platz in Berlin, doziert Dr. med. Joachim Maul an der Charité Berlin und ist als Gutachter für wissenschaftliche Fachzeitschriften und Forschungsorganisationen tätig. Im Interview geht er darauf ein, warum und wie oft eine Magenspiegelung erfolgen sollte. Damit hängt auch die zweite Fragestellung zusammen: Welche Ziele lassen sich mit der richtigen EoE-Therapie erreichen?
Patienten berichten über ihr Leben mit Eosinophiler Ösophagitis
Willkommen zu „Abfahrt Speiseröhre“! In diesem Video-Podcast dreht sich alles um die Erkrankung Eosinophile Ösophagitis, also die chronische, fortschreitende Entzündung der Speiseröhre. In insgesamt sechs Folgen geben wir dir Informationen über die Entstehung, Symptome, Diagnose und Therapie der Erkrankung und sprechen über die Auswirkungen der Eosinophilen Ösophagitis im Alltag. Neben den medizinischen Hintergründen geben zwei Betroffene Einblicke in ihr Leben mit der Erkrankung und haben praktische Tipps für den Umgang im Alltag parat.
Folge 1: „EoE – wie bitte?“
In der ersten Folge des Video-Podcasts von „Abfahrt Speiseröhre“ deckt unsere Moderatorin auf, was hinter der Erkrankung Eosinophile Ösophagitis (kurz EoE) steckt. Für die medizinische Einordnung sorgt Prof. Dr. Stephan Miehlke, Gastroenterologe aus Hamburg. Aber keine Sorge, dich erwartet kein trockener fachärztlicher Vortrag. Neben den Basics rund um die Erkrankung nimmt uns der von EoE Betroffene Lukas mit auf seine Reise: Er erzählt, wie er die Diagnose EoE erlebt hat und welche Symptome damit einhergingen. Neugierig? Dann schaue jetzt in die erste Folge rein und erfahre mehr über die Speiseröhre!
Folge 2: „Symptome und Ursachen”
Die Erkrankung Eosinophile Ösophagitis, kurz EoE, hat viele Seiten, In dieser Folge erzählt Eike, wie sich die Erkrankung bei ihm gezeigt hat, mit welchen Einschränkungen er im Alltag zurechtkommen musste und wie er heute mit der Diagnose EoE lebt. Für die medizinische Einordnung der Symptome und des Krankheitsbildes sorgt wieder Prof. Dr. Stephan Miehlke. Schaue jetzt in die zweite Folge rein und erfahre mehr über die wissenschaftlichen Hintergründe und Ursachen der EoE.
Folge 3: „Der Weg zur Diagnose“
In Folge drei des Video-Podcasts „Abfahrt Speiseröhre“ steht die Diagnosestellung bei der Eosinophilen Ösophagitis (EoE) im Fokus. Eike, Betroffener, erzählt, welche Untersuchungen im Vorfeld bei ihm durchgeführt wurden und wie er die anderthalb Wochen zwischen Verdacht und Diagnose erlebt hat. Gemeinsam mit Prof. Dr. Stephan Miehlke wirft er zudem einen Blick in die Speiseröhre, und die beiden verdeutlichen, warum Betroffene keine Angst vor dem Besuch in einer gastroenterologischen Praxis haben müssen. Interesse geweckt? Dann schaue jetzt in die Folge rein!
Folge 4: „Therapiemöglichkeiten“
Wenn du die bisherigen Folgen des Video-Podcasts „Abfahrt Speiseröhre“ bereits angehört hast, weißt du schon, dass es manchmal schwierig sein kann, die Erkrankung EoE (Eosinophile Ösophagitis) zu erkennen. Nun ist die Diagnose da und die nächste Frage lautet: Welche Therapiemöglichkeiten gibt es denn zur Behandlung der EoE? Die Antwort gibt es in dieser Folge von Prof. Dr. Stephan Miehlke, Gastroenterologe aus Hamburg. Gemeinsam mit Moderatorin Maria führt er durch die Therapielandschaft der EoE. Reinschauen lohnt sich!
Folge 5: „EoE, Nahrungsmittel und Allergien“
Verschiedene Lebensmittel passieren tagtäglich unsere Speiseröhre. Aber welche Rolle können bestimmte Nahrungsmittel und Allergien bei der Erkrankung EoE (Eosinophile Ösophagitis) spielen? Lukas lebt seit 10 Jahren mit der Diagnose und sein Essverhalten hat sich zum Teil an die Erkrankung angepasst. Dr. Imke Reese, Ernährungstherapeutin, erklärt uns, warum die Unterstützung von Fachleuten bei Ernährungsumstellungen wichtig ist. Klingt spannend, oder? Schaue jetzt in die Folge rein!
Folge 6: „Mein Alltag mit EoE“
Eike und Lukas haben euch durch die Folgen des Video-Podcasts „Abfahrt Speiseröhre“ begleitet und Einblicke in ihr Leben mit EoE (Eosinophile Ösophagitis) gegeben. In der vorerst letzten Folge plaudern die beiden EoE-Betroffenen aus dem Nähkästchen. Dabei interessiert uns besonders, wie die beiden mit der Erkrankung im Alltag umgehen, wie ihr Umfeld vor und nach der Diagnose auf die Beschwerden und Lebensumstellungen reagierte und was die beiden sich für die Zukunft wünschen.
MAT-DE-2505194-1.0-01/2026